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Kia EV2: Kompakter Elektro-SUV startet in Portugal im Juni 2026

Weißer Kia EV2 Elektroauto stehend in modernem Raum neben Ladestation mit Stadtblick durch Fenster.

Kia steht kurz davor, in einem der härtesten Segmente des europäischen Marktes anzutreten. Der EV2, bislang das kleinste Elektro-SUV der Marke, kommt im Juni 2026 nach Portugal.

Mit nur 4,06 m Länge fällt der EV2 zwar kompakt aus, überzeugt innen aber mit überraschend viel Platz – vor allem im Fond. Auch der Kofferraum kann sich sehen lassen: Er fasst 362 Liter Gepäck.

Das ist ein Richtwert in dieser Klasse und dürfte für die Anforderungen einer kleinen Familie ausreichen. Und falls doch noch etwas Extra-Stauraum gefragt ist: Unter der vorderen Haube sitzt ein kleiner Frunk mit zusätzlichen 15 Litern, in dem sich zumindest die Ladekabel unterbringen lassen.

Im Innenraum orientiert sich die Atmosphäre klar am Kia EV3: ähnliche Sitze, mehrere Ablagen und das bekannte Layout mit drei Displays – zweimal 12,3 Zoll (Instrumente und Infotainment) plus ein 5,3-Zoll-Bildschirm für die Klimatisierung. Zusätzlich unterstützt das System OTA-Updates (Over The Air).

Bis zu 453 km Reichweite

Den Kia EV2 wird es in zwei unterschiedlichen Varianten geben:

  • Standard Range: LFP-Batterie mit 42,2 kWh, Reichweite von bis zu 317 km und eine Leistung von 108 kW (147 PS).
  • Long Range: NMC-Batterie mit 61 kWh, Reichweite von bis zu 453 km (Wert noch vorbehaltlich WLTP-Zertifizierung); die Leistung ist noch nicht bestätigt.

Auf Basis einer 400-V-Architektur unterstützt der Kia EV2 Gleichstromladen (DC) mit bis zu 118 kW – unabhängig von der Batterie. Damit soll der Sprung von 10 % auf 80 % in 30 Minuten gelingen (29 Minuten bei der Version mit der kleineren Batterie).

Beim Wechselstromladen (AC) wird der EV2 zudem das erste Kia-Modell sein, das optional eine Ladeleistung von bis zu 22 kW ermöglicht. Dadurch ist eine Vollladung in weniger als drei Stunden möglich.

Serienmässig ist jedoch ein 11-kW-Onboard-Lader an Bord. Damit dauert die vollständige Ladung rund 5h35 (Long Range) beziehungsweise 4h05 (Standard Range).

Sicherheit aus höheren Segmenten

Als erstes Kia-Modell erhält der EV2 eine Innenraum-Überwachungseinheit (ICMU), die im Innenspiegel integriert ist. Das System bewertet in Echtzeit sowohl die Aufmerksamkeit des Fahrers als auch die Sitzposition der Insassen, speichert dabei jedoch keine persönlichen Daten.

Reagiert der Fahrer nicht, kann das Fahrzeug ein Verzögerungsmanöver einleiten und gleichzeitig Warnsignale für andere Verkehrsteilnehmer ausgeben.

Zum Paket der Fahrassistenzsysteme gehören ausserdem Highway Driving Assist 2, Smart Cruise Control 2, Blind-spot View Monitor und Surround View Monitor – sowie weitere Funktionen, die sonst meist höheren Fahrzeugklassen vorbehalten sind.

Ab welchem Preis?

Der Kia EV2 kommt im Juni nach Portugal, konkrete Preise für den nationalen Markt wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben. Fest steht bislang nur: Die Basisversion soll unter 30.000 Euro liegen.

Die Produktion dieses Modells hat im Werk der Marke in Žilina in der Slowakei bereits begonnen.


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