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Embraer liefert den zweiten C-390 Millennium an Ungarn aus

Zwei Männer, einer in Uniform, schütteln sich vor einem Flugzeug auf dem Flughafenvorfeld die Hand.

Zweite und letzte Auslieferung nach Kecskemét

Embraer hat im Rahmen des Programms C-390 Millennium einen weiteren Meilenstein erreicht: Der brasilianische Hersteller bestätigte die Übergabe der zweiten und zugleich letzten Transportmaschine an die Ungarische Luftwaffe. Das Flugzeug war am Freitag, dem 21. November, auf dem Luftwaffenstützpunkt Kecskemét eingetroffen, wo im Anschluss die offizielle Empfangszeremonie stattfand.

Entscheidung und Beschaffung in Ungarn

Am 17. November wurde mit der Entscheidung der ungarischen Regierung, zwei Flugzeuge zu beschaffen, der Weg für das Programm in Ungarn freigemacht. Damit wurde Ungarn nach Brasilien und Portugal zum dritten Land, das den C-390 Millennium als künftiges Transportflugzeug für seine Luftstreitkräfte auswählte – eine Wahl, die später auch von weiteren Ländern in Europa und innerhalb der NATO sowie von Staaten in anderen Regionen der Welt getroffen wurde.

Einsatzspektrum des Embraer C-390 Millennium der Ungarischen Luftwaffe

Gut fünf Jahre nach diesen Beschlüssen verfügt das Land beziehungsweise seine Luftwaffe nun über beide Exemplare. Die Maschinen sind für ein breites Aufgabenspektrum vorgesehen, das vom Lufttransport von Personal und Fracht über die Unterstützung bei Hilfs- und humanitären Einsätzen bis hin zur medizinischen Evakuierung reicht. Das ist besonders hervorzuheben, denn die ungarischen C-390 sind – entsprechend der ursprünglich im Verfahren genannten Anforderungen – die ersten, die mit einer Konfiguration für intensivmedizinische Versorgung ausgestattet wurden.

Im Rahmen der offiziellen Übergabe erklärte der ungarische Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky: „Dies ist ein wirklich ermutigender und freudiger Moment, ein unglaublich wichtiges Ereignis in der Entwicklung der Ungarischen Luftwaffe. Und ich kann mit Sicherheit sagen, dass das ungarische Volk dadurch stärker und wohlhabender geworden ist. Eine solche Transportfähigkeit fehlte im Arsenal der ungarischen Luftwaffe, aber jetzt ist sie verfügbar. Vielen Dank an alle, die zu diesem Prozess beigetragen haben“.

Bosco da Costa Junior, Präsident und CEO von Embraer Defense & Security, sagte seinerseits: „Dieser Schritt ist ein bedeutender Meilenstein für Embraer, da wir der Ungarischen Luftwaffe den zweiten C-390 Millennium übergeben. Dieses Flugzeug wird die Fähigkeiten Ungarns weiter verbessern, indem es eine überlegene operative Leistung, mehr Flexibilität und niedrigere Lebenszykluskosten bietet“, und ergänzte: „Als Partner freuen wir uns darauf, unsere Zusammenarbeit auszubauen, um die Ungarische Luftwaffe bei all ihren gegenwärtigen und künftigen operativen Anforderungen zu unterstützen“.

Ersatz der An-26 und ein verbreiteter Modernisierungsschritt

Im Einklang mit den Aussagen aus den offiziellen Ansprachen ist zudem festzuhalten, dass die Ungarische Luftwaffe mit der Einführung der C-390 ihre Lufttransportfähigkeiten erneuert und zugleich den Ersatz ihrer älteren An-26-Flugzeuge umgesetzt hat – eine Lage, die viele andere europäische Luftstreitkräfte in ähnlicher Form teilen.

Weitere Bestellungen und Position als Nachfolger für C-130 Hercules

Als Beispiel dafür folgten auf die ungarische Bestellung in den vergangenen Monaten und Jahren Aufträge weiterer Staaten, darunter die Niederlande, Österreich, die Slowakei und die Tschechische Republik (die zusammen mit Brasilien, Portugal und Argentinien zum ursprünglichen Programm gehört). Hinzu kommen die Auswahl durch Südkorea sowie zuletzt Litauen. Damit wurde der Ruf und die Reife des brasilianischen Musters weiter gefestigt – als führende Plattform der neuen Generation taktischer Transportflugzeuge weltweit und als Referenz für den Ersatz von Legacy-Flotten des C-130 Hercules.

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