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Skoda Epiq: Erste Fahreindrücke vom elektrischen B-SUV

Limettengrüner Škoda EPIQ EV Elektro-SUV, seitlich frontal, in Ausstellungshalle.

Der Skoda Epiq ist ein B-Segment-SUV, das in der Strategie der tschechischen Marke eine Schlüsselrolle einnimmt. Er soll als neues Einstiegsmodell das vollelektrische Portfolio von Skoda nach unten abrunden.

Technisch setzt der Epiq auf die jüngste Plattform MEB Plus, die vor allem mit Blick auf niedrigere Kosten entwickelt wurde. Gleichzeitig ist er Teil der neuen Elektro-Offensive des Volkswagen-Konzerns: kompaktere Abmessungen, eine stärkere Vereinfachung bei Komponenten und ein angepeilter Einstiegspreis von rund 25.000 Euro.

Offiziell wird das tschechische SUV erst in den kommenden Monaten präsentiert. Wir waren jedoch schon in Porto vor Ort, um den Epiq in einer getarnten Vorserien-Ausführung zu sehen und selbst zu fahren. Dieser erste Kontakt machte schnell deutlich, wohin Skoda mit dem Epiq will: ein klar auf Stadtverkehr und Familienalltag zugeschnittenes Modell. Hier sind unsere ersten Eindrücke.

Treu zum wichtigsten Skoda-Markenzeichen

Trotz Tarnfolie wirkt der Skoda Epiq dem gezeigten Prototyp bereits sehr nahe. Mit 2,6 m Radstand, einer Länge von maximal 4,1 m und einer für SUVs typischen Bodenfreiheit deutet alles auf einen kräftigen Auftritt hin – inklusive markanter Stossfänger und deutlich modellierter Radhäuser.

Und wie es sich für einen Skoda gehört, steht Platzangebot ganz oben: Der elektrische B-SUV kündigt 475 Liter Kofferraumvolumen an – ein Wert, der im Segment klar über dem Durchschnitt liegt. Zum Vergleich: Das sind 75 Liter mehr als beim (längeren) Kamiq und 95 Liter mehr als beim Volkswagen Golf, der in einer höheren Klasse (C) antritt.

Zudem ist der Epiq das erste Skoda-Modell, das die neue Designsprache Modern Solid vollständig übernimmt. Kennzeichnend sind die geschlossene schwarze Frontpartie – ähnlich wie bei den überarbeiteten Elroq und Enyaq – sowie die T-förmige Lichtsignatur vorne und hinten.

Beim Innenraum hält sich Skoda noch bedeckt. Passend zu dem, was die Marke bereits angekündigt hat, soll das Cockpit jedoch von klaren Linien und praktischen Ideen geprägt sein: viel Stauraum, physische Tasten, Taschenhaken und versteckte Fächer.

Erste Fahreindrücke am Steuer

Schon nach wenigen Metern ist klar: Das Fahrgefühl ist typisch Skoda – und das ist positiv. Die Lenkung wirkt leichtgängig, der Epiq lässt sich in engen Situationen flink bewegen und reagiert insgesamt sehr berechenbar. Die Abstimmung zielt erkennbar stärker auf Komfort als auf Sportlichkeit.

Das von uns gefahrene Exemplar kombiniert die grössere Batterie (52 kWh) mit der leistungsstärkeren E-Maschine (155 kW (211 cv)). Laut Hersteller liegt die Reichweite damit bei über 430 km (WLTP). Trotz der Leistungsdaten kommt die Kraft sehr gleichmässig und gut dosierbar, statt mit dem abrupten Antritt, den man von manchen Elektroautos kennt.

Im Vergleich zur bekannten MEB-Plattform fällt bei der MEB Plus vor allem die Hinterachse auf: Statt einer unabhängigen Konstruktion kommt nun eine Torsionslenkerachse zum Einsatz. Obwohl das technisch die einfachere Lösung ist, hatte ich nicht den Eindruck, dass darunter Komfort oder Stabilität leiden.

Dazu passt auch das für ein E-Auto moderate Gewicht von rund 1500 kg – nicht leicht, aber im Elektro-Umfeld keineswegs extrem. In der Praxis sorgt das für ein Fahrwerk, das nicht dieses harte, trockene Abrollen zeigt, das einige rein elektrische Modelle auszeichnet.

Und sonst noch?

Der neue Skoda Epiq soll zwischen Mai und Juni vorgestellt werden. Angeboten wird er als Version 55, die ich gefahren bin, sowie als Einstiegsvarianten 35 und 40. Diese beiden setzen auf die kleinere Batterie mit 37 kWh und schwächere Motoren: 70 kW (95 cv) beziehungsweise 85 kW (116 cv). An Reichweite mangelt es dennoch nicht: bis zu 310 km pro Ladung.

Bei den Preisen ist noch nichts final, doch Skoda nennt als Ziel für den Einstieg einen Betrag um 25.000 Euro. Besser ausgestattete und stärkere Versionen dürften allerdings über 30.000 Euro liegen. Damit bleibt der Epiq preislich dennoch in dem Rahmen, den man von anderen Angeboten dieser Klasse kennt.

Ein endgültiges Urteil muss noch warten – die ersten Signale fallen jedoch eindeutig positiv aus. In Summe unterstreicht der Epiq das Versprechen der Marke: ein kompakter, vollelektrischer SUV mit Fokus auf Platz, Komfort und robustem Auftritt, mit einer Reichweite, die für die meisten Nutzer ausreicht, und Preisen, die sich an vergleichbaren Modellen mit Verbrennungsmotor orientieren.

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