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Peugeot 2026: Feinschliff, Rückkehr des 208 GTi, Updates für 308 und 408, Blick auf 2027

Silberner Peugeot 208 GTI 2026 auf glänzendem Messestand mit markantem Frontdesign und schwarzen Felgen mit roten Akzenten.

Statt einer Revolution will Peugeot 2026 als Jahr des Feintunings nutzen – und gleichzeitig eine für Markenfans besonders bedeutungsvolle Bezeichnung zurückbringen. Vieles von dem, was bereits vorgesehen war, wurde schon gezeigt; eine Planänderung hat jedoch den Zeitplan und damit auch die „Lesart“ dieses Jahres spürbar verschoben.

Eigentlich hätte 2026 die Bühne für die dritte Generation des Peugeot 208 und (sehr wahrscheinlich) auch des 2008 sein sollen – also für die beiden Bestseller der Marke. Inzwischen ist klar: Der 208 wurde auf 2027 verschoben, der 2008 sogar auf 2028. Die Gründe liegen auf der Hand.

Beide Modelle waren ursprünglich als reine Elektroautos geplant. Doch obwohl die Verkäufe in Europa weiter zulegen, bleiben sie insgesamt deutlich unter den Erwartungen. Nimmt man dazu die Vorschläge der Europäischen Kommission, bei den Emissionszielen für 2035 ein „Schrittchen“ zurückzugehen, sowie die Initiative der Small Affordable Cars (kleine und erschwingliche Autos), wird verständlich, warum Peugeot seine Planung angepasst hat. An Neuigkeiten für 2026 mangelt es dennoch nicht – und eine sticht aus nahezu jedem denkbaren Grund heraus.

Der Fokus heisst Peugeot 208 GTi

Der wichtigste Protagonist des Jahres bringt die GTI-Sigel zu Peugeot zurück – nachdem sie mit dem 308 GTI Ende 2020 aus dem Programm verschwunden war. Allerdings kommt das Comeback in einer Form, die wir so von Peugeot noch nicht kennen: Es ist die erste vollständig elektrische Interpretation der ikonischen drei Buchstaben – ein Thema, das bekanntermassen sehr sensibel diskutiert wird.

Peugeot verspricht, dass der neue GTi den Geist der benzinbetriebenen GTI-Modelle bewahren soll. Ob das tatsächlich gelingt, wird sich allerdings erst zeigen, wenn wir selbst am Steuer sitzen. Vorgestellt wurde das Modell während der 24 Stunden von Le Mans 2025; die Bestellungen sollen noch im ersten Halbjahr starten, die ersten Auslieferungen sind für den Herbst vorgesehen.

Aussen bringt er die richtigen Zutaten mit, und innen kehrt der rot getönte Bodenbelag zurück, der Erinnerungen an frühere Zeiten weckt. Angegeben sind 207 kW (280 PS) – deutlich mehr als beim Rivalen Alpine A290 – sowie das beste Leistungsgewicht des Segments mit 5,7 kg/PS. Trotzdem bedeutet das unterm Strich ein Gewicht von praktisch 1600 kg.

308 und 408 schärfen das aktuelle Angebot

Während der GTi die Schlagzeilen dominiert, bekommen die tragenden Modelle der Baureihe wichtige Aktualisierungen. Der Peugeot 308 startet 2026 mit einem optischen und technischen Update. Die sichtbare „Modellpflege“ bringt modernere LED-Lichtsignaturen für den Löwen, mehr Technologie bei den Bordausstattungen und Verbesserungen bei der Effizienz der elektrifizierten Varianten.

Die Diesel-Motorisierung bleibt im Programm, doch die grösste Veränderung betrifft den E-308 als rein elektrische Option. Mit einer neuen Batterie mit 58,4 kWh (55,4 kWh nutzbar) – zuvor waren es 54 kWh (51 kWh netto) – wächst die Reichweite um 34 km auf 450 km (WLTP). Zusätzlich kann er über die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load) externe Geräte mit bis zu 3,5 kW versorgen. In Portugal startet er preislich bei 33 535 Euro, und wir sind ihn dort bereits gefahren:

Der erneuerte Peugeot 408 wurde bereits in diesem Jahr überarbeitet und dem Publikum auf dem Brüsseler Autosalon 2026 präsentiert. Aussen fiel die Behandlung nahezu identisch zum 308 aus, doch die wichtigste Neuheit ist die Premiere einer stärkeren Plug-in-Hybrid-Variante: 240 PS maximale Systemleistung (195 PS beim Peugeot 308). Diese Antriebsoption bleibt innerhalb der Peugeot-Palette exklusiv dem 408 vorbehalten. Die elektrische Reichweite liegt bei 85 km (kombinierter WLTP-Zyklus).

Peugeot erfindet 2027 das Lenkrad neu

Wie eingangs erwähnt, hätte die grösste Peugeot-Neuheit dieses Jahres eigentlich die dritte Generation des 208 sein sollen – sie wurde jedoch auf 2027 verschoben. Und dabei geht es nicht nur um einen Generationswechsel, sondern um einen technologischen Wendepunkt.

Der kommende 208 führt die Stellantis-Plattform STLA Small ein. Sie wurde in erster Linie für Elektrofahrzeuge entwickelt, wird angesichts des regulatorischen und kommerziellen Umfelds aber weiterhin auch Verbrennungsmotoren aufnehmen. Versprochen werden höhere Effizienz und elektrische Reichweiten, die über 500 km liegen könnten, ein stärkerer Fokus auf Software sowie Remote-Updates. Das grösste Highlight soll jedoch der Hypersquare werden – eine vollständige Neuerfindung des Lenkrads, wie wir es bislang kennen.

Angekündigt wurde das bereits durch das Concept Polygon, das im vergangenen Jahr vorgestellt wurde. Auch wenn es sehr futuristisch wirkt, soll diese Lösung mit dem künftigen Peugeot 208 in die Serie kommen. Wir konnten dieses radikale Lenkrad bereits in die Hand nehmen – und erzählen in diesem Video alles über den Hypersquare:


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