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Astronauten der chinesischen Raumstation: 5,5-stündiger Außenbordeinsatz, Weltraummüll-Schutz installiert – Mission „Shenzhou-21“ um etwa einen Monat verlängert

Zwei Astronauten in Raumanzügen arbeiten an einem Paneel außerhalb einer Raumstation über der Erde.

Dritter Außenbordeinsatz der „Shenzhou-21“-Crew an der chinesischen Raumstation

Die Besatzung der Mission „Shenzhou-21“ an Bord der chinesischen Orbitalstation hat ihren dritten Außenbordeinsatz im Rahmen der Mission abgeschlossen. Das teilte die China Manned Space Agency (CMSA) mit.

Die drei Astronauten Zhang Lu, Wu Fei und Zhang Hongzhang waren rund 5,5 Stunden im Einsatz. Unterstützt wurden sie dabei sowohl vom robotischen Arm der Station als auch vom Team am Boden.

Während der Arbeiten ausserhalb der Station montierte die Crew einen Schutz gegen Weltraummüll und nahm zudem eine Inspektion der externen Systeme und der Ausrüstung der Station vor. Zhang Lu und Wu Fei, die die Aufgaben im freien Raum übernahmen, kehrten anschliessend sicher in das Labormodul „Wentian“ zurück.

Hervorgehoben wird ausserdem, dass Zhang Lu damit seinen siebten Außenbordeinsatz absolvierte – ein Rekord unter chinesischen Astronauten.

Experimente, Tests und Betrieb seit dem zweiten Außenbordeinsatz

Seit dem zweiten Außenbordeinsatz am 16. März führt die Besatzung weiterhin Experimente und Tests in den Bereichen Weltraumbiologie, Forschung zum menschlichen Organismus sowie Mikroschwerkraft-Physik durch. Parallel dazu laufen die Umweltüberwachung innerhalb der Station, die technische Wartung von Ausrüstung und das Management der Vorräte.

Zusätzlich absolvierte die Crew umfassende Trainings zu Verfahren bei einer Notfall-Druckerhöhung, zur Notfallrettung in der Umlaufbahn sowie zur Vorbereitung weiterer Außenbordeinsätze. Laut CMSA befinden sich die Astronauten seit mehr als fünf Monaten im Orbit und sind in guter Verfassung.

Verlängerung des Aufenthalts um etwa einen Monat

Nach Analyse und Bewertung entschied die CMSA, den Aufenthalt der Besatzung um ungefähr einen Monat zu verlängern. Dies soll eine weitere Überprüfung von Technologien für längere Aufenthalte in der Umlaufbahn ermöglichen und die effiziente Nutzung der Vorräte sicherstellen, die im Rahmen der Mission „Shenzhou-22“ geliefert wurden.

Während der verlängerten Phase setzt die Crew sowohl die wissenschaftlichen Experimente als auch technische Erprobungen fort. Ausserdem werden die Astronauten im All den chinesischen Tag der Raumfahrt sowie den Internationalen Tag der Arbeit begehen.

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