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Kia EV2: Alle Details zur Premiere und zum Europa-Start

Weißer Kia EV12 Elektroauto-Frontansicht in modernem Showroom mit Pflanzen und Glasfront.

Seit 2024 kursieren Informationen zum Kia EV2 – er soll in Europa als kleinster und preisgünstigster Elektro-Kia antreten. Nun ist es so weit: Der neue EV2 hat auf dem Autosalon Brüssel, der heute, am 9. Januar, seine Tore für das Publikum geöffnet hat, seine internationale Premiere gefeiert.

Der Marktstart ist für das erste Quartal des Jahres geplant. Mit seiner Einordnung als B-SUV tritt der EV2 gegen Modelle wie den Renault 4 E-Tech oder den BYD Atto 2 an.

Kia hatte angekündigt, dass das vor fast einem Jahr gezeigte Konzeptfahrzeug den EV2 bereits zu 99 % vorwegnehme. Dieses Versprechen wird eingelöst: Das robust wirkende Design ist zwischen Studie und Serienmodell praktisch unverändert geblieben – inklusive der tief platzierten Rückleuchten, deren Anordnung für Gesprächsstoff sorgen dürfte.

Auch bei den Abmessungen hat sich, Zentimeter hin oder her, kaum etwas getan: 4,06 m Länge, 1,8 m Breite, 1,575 m Höhe sowie ein Radstand von 2,565 m. Damit trifft er das Zentrum des B-SUV-Segments.

Vier oder fünf Plätze

Die wichtigste Neuerung betrifft allerdings den Innenraum: Er kann in zwei unterschiedlichen Layouts ausgeführt werden – als Vier- oder als Fünfsitzer –, um den verfügbaren Platz bestmöglich zu nutzen.

Im Fokus steht dabei die Viersitz-Konfiguration. Hier lassen sich die Rücksitze nicht nur in der Lehnenneigung verstellen, sondern auch auf einer Schiene verschieben. In der ganz nach hinten geschobenen Position soll so die größte Beinfreiheit im Segment möglich sein (958 mm).

Werden die Sitze hingegen vollständig nach vorn geschoben, profitiert vor allem der Kofferraum: Dann wächst das Ladevolumen von 362 Litern auf 403 Liter. Zusätzlich kommen 15 Liter Stauraum unter der Haube (frunk) hinzu. In der Fünfsitz-Ausführung verzichtet der Kia EV2 auf die verschiebbaren Rücksitze; das Kofferraumvolumen bleibt hier bei 362 Litern.

Trotzdem setzt Kia im EV2 auf Innenraumlösungen, die in dieser Klasse eher selten sind – und rückt seinen kleinsten Elektro-SUV damit in puncto Platzangebot und Nutzwert näher an Modelle höherer Segmente heran.

Ein ähnliches Argument lässt sich auch bei der Technik anführen, obwohl in diesem Segment Kostendisziplin oft eine große Rolle spielt.

Das zeigt sich beispielsweise am Einsatz des gleichen Dreifach-Display-Setups, das auch bei den „Brüdern“ der EV-Familie wie dem EV4 oder dem großen EV9 zu finden ist: zwei 12,3″-Bildschirme für Instrumente und Infotainment, dazwischen ein kleineres 5,3″-Display für die Klimatisierung.

Bis zu 448 km Reichweite

Unter der Karosserie nutzt der neue Kia EV2 die gleiche Basis wie die übrigen Elektro-Modelle der Marke, die E-GMP. Während die Plattform in größeren Fahrzeugen Batterien bis zu 100 kWh ermöglicht, setzt der EV2 auf zwei kompaktere Pakete mit 42,2 kWh und 61 kWh. Beide basieren auf einer 400-V-Architektur – 800 V bleiben den höheren Marktsegmenten vorbehalten.

Mit der kleineren Batterie gibt Kia eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 317 km an. Die Long-Range-Variante mit dem größeren Akku kommt dagegen auf bis zu 448 km. Unabhängig von der Batteriekapazität bleibt die Leistung des E-Motors identisch: 108 kW (147 cv).

Beim Laden gibt es eine Premiere: Der EV2 ist das erste Elektroauto von Kia, das beim AC-Laden (Wechselstrom) 11 kW und 22 kW unterstützt. Für DC-Laden (Gleichstrom) nennt die Marke keine maximale Ladeleistung, erklärt aber, dass der Sprung von 10 % auf 80 % – je nach Batterie – 29-30 Minuten dauert. Das deutet auf zwei unterschiedliche Ladeleistungen hin.

Wie die anderen Kia-EV-Modelle erhält auch der EV2 V2L (vehicle-to-load) und V2G (vehicle-to-grid). Damit können Nutzer externe Geräte mit Strom versorgen oder Energie ins Netz zurückspeisen.

Was wird er kosten?

Der Kia EV2 soll in Europa gebaut werden – im slowakischen Žilina, wo die südkoreanische Marke bereits den EV4 fertigt – und im Laufe dieses ersten Quartals in den Handel kommen. Preise wurden noch nicht genannt, für die Einstiegsvariante wird jedoch ein Betrag unter 30.000 Euro erwartet. Das läge auf dem Niveau der wichtigsten Wettbewerber.

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